Als kleines Kind spielt man mit unterschiedlichsten Dingen. Puppen, Barbies oder Lego, Räuber und Gendarm – das sind so die gängigen Spiele der Mädchen und Jungen. Das Nachäffen eines Einkaufsgeschäfts gehört zum Beispiel erst dann zu den interessanten Spielarten, sobald die Kinder schon etwas älter sind und mehr Erfahrung haben.
Um einen solchen Laden zusammen zu bauen, werden häufig einige Verkaufstheken genutzt. Für den Tresen wird oftmals ein simpler Pappkarton verwendet, den man möglicherweise noch heftet, zusammenbindet oder klebt. Wer will, kann auch Holzkisten verwenden. Miteinander vernagelt oder verleimt ergeben sie eine ideale Basis für die Größe der Verkaufstheken. Eine Spanplatte ist das ideale Produkt, um als Fläche zum Verkaufen Verwendung zu finden. Einfach quer darüber gelegt, ist sie stabil und hält einiges aus. Auf den Tresen kommen nun die Kassa – und nicht zu vergessen – die Waren, die man anbieten will. Was kann man alles verkaufen? Da wären zum Beispiel Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Salat oder Äpfel, Birnen, Zwetschken und Kirschen. Jede Verkaufsware hat einen Preis, damit es im Gespräch mit dem “Kunden” möglichst authentisch aussieht. So stellte man sich mit der guten Freundin oder einem guten Freund gegenüber und fingierte an den Verkaufstheken Kundengespräche. Sofern man eine Ware erfolgreich verkauft hat, wird es eingewickelt und dem “Kunden” übergeben.
Nach einer bestimmten Zeit verliert man die Freunde am Einkaufsladen. Da ist es verständlich, falls die Verkaufstheken anders verwendet werden. Man spinnt die Gedanken gerne weiter und man sucht Kochvorschriften, die man mit den Ingredienzen kochen könnte. Da kann es schon mal passieren, dass man im Übereifer sogar auf den Verkaufstheken etwas hinschreibt. Eine kräftige Suppe aus Kräutern bietet sich unter Umständen an, falls man die Wiese direkt vor der Haustür hat. Danach gibt man die Kräuter und Wiesenblumen nach dem Zusammensuchen in eine Art Mörser. Weshalb? Weil auf diese Weise die Aromastoffe der Kräuter besser freigesetzt werden. Danach verdünnt man das Ergebnis langsam mit Wasser. Verwendet man die Verkaufstheken als Arbeitsunterlage für diese Tätigkeit, stehen sie nicht unbenutzt herum. Als kleines Kind führt man die einzelnen Schritte sorgfältig durch, sodass selbst die Schaffung einer Suppe aus Gartenkräutern Stunden dauern kann. In einigen Fällen wird man sich von seinen Eltern bei der Aufgabe assistieren lassen, damit es einfacher geht. Lehrkraft und Auszubildender können dabei voneinander lernen, was die Erzeugung der Brühe betrifft. Kräuter zur Dekoration dürfen am Ende logischerweise nicht mangeln. Diese findet man beispielsweise in den Kamillenköpfen. Zum Abschluss verziert man die Brühe noch mit Lavendel oder Gänseblümchen, um das Grün der Suppe mit etwas Farbe “bemalen”. Auf den Verkaufstheken kann man das fertige Resultat vorzeigen. Bleiben ein paar Kräuter übrig, kann man sie exemplarisch als Tisch-Dekoration verwenden. Ansonsten gibt man die Zutaten einfach den Eltern, die sie für die nächste Mahlzeit nutzen. Am besten ist es logischerweise, falls man die Kinder gleich motiviert mit am Herd zu stehen. Am Ende finden sie ebenso Freude am Kochen auf den Verkaufstheken. Und Dinge zusammen zu unternehmen, macht einfach noch mehr Freude!